Membran-Reinigungstechnik für Biogas von Evonik ausgezeichnet
Was auf den ersten Blick aussieht wie Spaghetti, sind in Wirklichkeit hochselektive Polyimid-Hohlfasern. Sie bilden die neuen Sepuran-Hohlfaser-Membranmodule zur Trennung von Gasen (Bild: Evonik Industries)

Was auf den ersten Blick aussieht wie Spaghetti, sind in Wirklichkeit hochselektive Polyimid-Hohlfasern. Sie bilden die neuen Sepuran-Hohlfaser-Membranmodule zur Trennung von Gasen (Bild: Evonik Industries)

Mit einem Reinheitsgrad von bis zu 99 % machen die Polyimid-Polymermembranen des Chemieunternehmens die Aufbereitung von Biogas zu Biomethan, also die Abtrennung von Kohlendioxid, deutlich effizienter. „Unsere Sepuran-Membranen bestehen aus einem eigens entwickelten Hochleistungskunststoff“, erklärt Dr. Goetz Baumgarten, Leiter des Sepuran-Geschäfts. „Dieser Kunststoff verleiht den Membranen die Eigenschaft, besonders gut zwischen Methan und CO2 unterscheiden zu können.“

Mit der Membran allein ist es aber noch nicht getan. Ein speziell auf die Membranen von Evonik zugeschnittenes Aufbereitungsverfahren für Biogas nutzt deren Trenneigenschaften optimal: Durch eine dreistufige Verschaltung lässt sich das Methan aus dem Rohgas mit nur einem Kompressor und einer besonders hohen Methanausbeute aufkonzentrieren. Das methanreiche Gas muss zudem für die Einspeisung in das Erdgasnetz nicht mehr verdichtet werden.

Im Vergleich zu Alternativen ist dieses Membranverfahren um bis zu 20 % energieeffizienter. Außerdem benötigt es keine Hilfs-Chemikalien. Es fallen weder Abfall noch Abwasser an.

Evonik hatte die neue Hohlfaser-Membrantechnik zunächst in einer Testanlage im österreichischen Neukirchen an der Vöckla erprobt. Mittlerweile sind weltweit mehrere Aufbereitungsanlagen für Biogas auf Basis dieser Membrantechnik in Betrieb gegangen. Außerdem entwickelt Evonik diese Membrantrenntechnik für neue Anwendungen beständig weiter, zum Beispiel für die Abtrennung von Wasserstoff oder die Gewinnung von Stickstoff aus Druckluft.

Mit dem „Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt“ wurde in diesem Jahr zum 4. Mal verliehen. Die Sieger wurden aus insgesamt 97 Bewerbungen in fünf Kategorien gewählt.

(dw)

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