Recycling- und Entsorgungszentrum des Chemparks Leverkusen

Im Recycling- und Entsorgungszentrum des Chemparks Leverkusen ist es am 27. Juli 2021 zu einer Explosion gekommen. Bild: Currenta

14:30 Uhr: Die fünf noch vermissten Mitarbeiter im Entsorgungszentrum des Chemparks Leverkusen sind wahrscheinlich tot. "Wir müssen leider davon ausgehen, dass wir die fünf Vermissten nicht mehr lebend finden werden", erklärte Currenta-Geschäftsführer Frank Hyldmar auf einer Pressekonferenz in Leverkusen. Damit steigt die Zahl der Opfer auf insgesamt sieben. Unter den bereits gestern bekannt gewordenen Todesopfern ist ein Currenta-Mitarbeiter und ein Mitarbeiter einer externen Firma. Auch unter den fünf weiteren Vermissten ist ein Beschäftigter einer Fremdfirma. Nach den Vermissten werde auch mit Drohnen gesucht.

Die Unglücksstelle sei immer noch sehr unübersichtlich, nach wie vor sind Sicherungsmaßnahmen im Gange. Auch für die Ursachenforschung könne der Bereich noch nicht betreten werden. "Unser Mitgefühl ist mit den Angehörigen der Vermissten und der Toten", erklärte Geschäftsführer Wolfgang Homey: "Wir wollen das sehr schnell aufklären."

Noch offen ist, ob bei dem Brand gesundheitsgefährdende Stoffe in die Umwelt und Umgebung gelangt sind - das Landesamt für Umweltschutz hat Proben genommen, die derzeit analysiert werden. Weiter gilt die Vorsorgemaßnahme, dass Anwohner Rußpartikel nicht berühren oder in ihre Häuser verschleppen sollen sowie keine Gartenerzeugnisse nutzen sollen. Das Landesamt für Umweltschutz hatte am Abend keine Luftbelastungen festgestellt.

Die Explosion und der anschließende Brand hatte sich im Lösemittel-Tanklager ereignet, es haben organische Wasser-Lösemittelgemische sowie chlorierte Kohlenwasserstoffe gebrannt.

08:12  Traurige Gewissheit bei den Rettungsarbeiten: Die Explosion am Dienstag Morgen im Entsorgungszentrum des Chemparks Leverkusen hat ein weiteres Todesopfer gefordert. “Meine Gedanken sind bei den Verletzten und Angehörigen. Die Suche nach den Vermissten läuft weiter auf Hochdruck. Leider schwindet die Hoffnung, sie lebend zu finden zusehends”, so Chempark-Leiter Lars Friedrich.

Aus bisher unbekannter Ursache war es am Dienstag, den 27. Juli 2021, gegen 9:40 Uhr zu einer Explosion mit anschließendem Brand im Entsorgungszentrum Bürrig gekommen. Die Werkfeuerwehr und Berufsfeuerwehr sowie der Luftmesswagen sind seitdem im Einsatz. Zur Warnung der Bevölkerung wurden die Sirenen und Warn-Apps ausgelöst. Die Anwohner wurden vorsorglich gebeten, geschlossene Räume aufzusuchen sowie Türen und Fenster geschlossen zu halten. Mittlerweile gibt es eine Entwarnung für das gesamte Stadtgebiet. Allerdings wird vor eventuell giftigen Rußteilen gewarnt, Nahrungsmittel aus dem Garten sollen nicht verzehrt werden. Aufgrund eventueller Schadstoffbelastungen sollen verschmutzte Gegenstände nicht gereinigt werden.

Bei dem Ereignis wurden 31 Mitarbeiter verletzt. Einer davon befindet sich in Lebensgefahr. Vermisst werden noch fünf Mitarbeiter, nach ihnen wird weiter gesucht, aber es gebe, so der Betreiber, nur wenig Hoffnung, sie lebend zu finden.

Aufgrund der temporär nicht gesicherten Stromversorgung des Standortes waren alle administrativ tätigen Mitarbeiter vorsorglich gebeten worden den Standort zu verlassen. Die Betriebe im Chempark wurden in einen sicheren Zustand gebracht. Die Stromversorgung konnte zwischenzeitlich gesichert werden und die Mitarbeiter können zurückkehren. Die Betriebe konnten den Regelbetrieb wieder aufnehmen.

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