Pipelines am Perstorp-Standort Stenungsund

(Bild: Perstorp)

Mit diesem Projekt will Perstorp die zukünftige Wasserversorgung des Werks in Stenungsund sichern. Das Chemieunternehmen verfolgt gleichzeitig sein langfristiges Nachhaltigkeitsziel, "Finite Material Neutral" zu werden. "Dies ist eine wichtige Entwicklung einer Kerntechnologie für Perstorp", sagt Anna Berggren, Vice President Sustainability. "Wir planen, sie in Zukunft an weiteren Standorten auf der ganzen Welt einzusetzen, um den Süßwasserverbrauch zu reduzieren. Süßwasserknappheit ist bereits eine Tatsache auf der ganzen Welt. Die chemische Industrie steht in der Verantwortung, ihren Verbrauch zu reduzieren und neue Lösungen zu finden, die auch der Gesellschaft als Ganzes zugutekommen."

In allen Produktionsanlagen nutzt Perstorp wird Wasser für verschiedene Zwecke: als Lösungsmittel für chemische Reaktionen, als Träger für Produkte, als Wärmeträger und zur Kühlung. Eine Möglichkeit, den Verbrauch von Frischwasser zu reduzieren, ist die Reinigung und Wiederverwendung von Abwasser. Im Rahmen des Stenungsund-Projekts wird das Abwasser aus der von der Gemeinde betriebenen Kläranlage weiter gereinigt und in der Produktionsanlage von Perstorp Oxo wiederverwendet.

Das recycelte Wasser soll auch für die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff durch Elektrolyse für das Projekt Air sowie für andere strategische Investitionen dienen. "Dieses Projekt ist eine wichtige Voraussetzung für die Verbindung von Unternehmenswachstum und nachhaltiger Entwicklung", sagt Berggren. Das Projekt Air ist eine Initiative zur Umstellung der chemischen Industrie auf Klimaneutralität. Die Perstorp-Gruppe und ihr Partner Uniper werden nachhaltiges Methanol für die chemische Produktion unter Anwendung von Kreislaufverfahren herstellen und so die Kohlendioxidemissionen um etwa 500 000 Tonnen pro Jahr reduzieren. Dies entspricht den jährlichen Emissionen von etwa 340.000 neuen Autos, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden.

Andreas Utbult, Global Technology & Investment, fügt hinzu: "Dieses spannende Projekt zur Wasseraufbereitung und -wiederverwertung erfordert eine enge Zusammenarbeit mit mehreren Partnern in der Region Stenungsund. Es ist ein Beispiel dafür, wie Perstorp sein technologisches Know-how nutzt, um eine Nachhaltigkeitsvision in konkrete Investitionen umzusetzen." Unter anderem für dieses Know-how hatte vor Kurzem der Chemie-und Petrochemiekonzern Petronas aus Malaysia das schwedische Unternehmen übernommen. Petronas will mit nachhaltigen Lösungen von Perstorp auch dem eigenen Netto-Null-Emissionsziel näherkommen.

Update: In einer früheren Version war von mehr als einer Million Liter pro Jahr eingespartem Frischwasser die Rede. Das Unternehmen hat anschließend seine Angaben auf eine Milliarde Liter pro Jahr korrigiert.

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