Gewächshaus am Bayer-Standort Monheim

Der neue Gebäudekomplex soll unter anderem ein Gewächshaus beinhalten. (Bild: Bayer)

Die Baustelle für die neuen Gebäude in Monheim wurde im Beisein des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst Bayer mit einem traditionellen Spatenstich eröffnet. Mit der Investition entsteht ein neuer Gebäudekomplex mit Laboren, Büros und einem Gewächshaus, der Platz für rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bietet.

Das fünfstöckige Hauptgebäude erhält eine Nutzfläche von 28.000 m2. Ein flexibles Labordesign soll es erlauben, die Labore leicht an künftige regulatorische Anforderungen anzupassen. Die voraussichtliche Bauzeit der neuen Gebäude wird rund drei Jahre betragen. Die vollständige Inbetriebnahme ist für das Jahr 2026 geplant.

Weltweit immer strengere Umweltvorgaben

Der Schwerpunkt der Arbeiten im neuen Gebäudekomplex soll nach Angaben von Bayer auf der Sicherheit von Pflanzenschutzmitteln liegen. Konkret gehe es darum, neue Pflanzenschutz-Lösungen zu entwickeln, die ein besseres Umweltprofil als bisher aufweisen. Bayer reagiert damit auch auf sich immer strengere regulatorische Rahmenbedingungen. Diese sorgen sowohl in Europa als auch in anderen Regionen der Welt dafür, dass Pflanzenschutzmittel bei bestimmungsgemäßer Anwendung sicher sind und keine unvertretbaren Auswirkungen auf die Umwelt haben.

„Wir gehen auf alle Anliegen der Regulierungsbehörden ein und nutzen robuste Metabolismus-, Human- und Umweltdaten für gründliche Risikobewertungen unserer Wirkstoffe“, betonte Axel Trautwein, Leiter Regulatory Science bei Crop Science. „Das neue Gebäude wird nun Tests und Studien unter noch besseren Bedingungen ermöglichen.“

Neben moderner Rückstandsanalytik und Metabolismusstudien zur Evaluierung der Sicherheit für den Menschen wird der Schwerpunkt der Aktivitäten auf der Umweltsicherheit liegen. Dazu gehören Expositions- und Effektstudien, zum Beispiel bei Wasser- und Bodenorganismen, Wildvögeln und Säugetieren sowie Bestäubern wie Honigbienen und Hummeln.

„Mit Blick auf die Zukunft müssen wir die heutige landwirtschaftliche Produktion radikal umgestalten und auf eine regenerative Landwirtschaft umsteigen, die mit weniger mehr produzieren und gleichzeitig mehr von unseren natürlichen Ressourcen erhalten kann“, erklärte Frank Terhorst, Leiter Strategie und Nachhaltigkeit bei der Bayer-Division Crop Science. „Dafür müssen wir über etablierte Sicherheitsstandards hinausgehen und bahnbrechende Innovationen mit besseren Umweltprofilen entwickeln.“

„Positive Botschaft“ für Chemiestandort Deutschland

Die Investition in Monheim ist laut Bayer ein wichtiger Eckpfeiler des vereinbarten „Zukunftskonzepts“ für den Unternehmensstandort Deutschland. „Die heutige Nachricht ist eine sehr positive Botschaft für alle Beschäftigten von Bayer – in Monheim und weit darüber hinaus“, sagte Heike Hausfeld, Vorsitzende des Bayer-Gesamtbetriebsrats und stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats. „Es zeigt, dass das Unternehmen seinen Worten Taten folgen lässt und dass die chemische Industrie auch in diesen Zeiten und auch am Standort Deutschland in die Zukunft investiert.“

Bereits in den vergangenen drei Jahren hat Bayer in die deutschen Standorte investiert, so etwa 180 Mio. Euro in den Ausbau der Produktionskapazitäten für Pflanzenschutz am Standort Dormagen.

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