Vega  Inventory System

Mit dem Vega Inventory System hat Stockmeier Fluids alle Bestände seiner Kunden zentral im Blick. Seine Lieferaufträge erfüllt das Unternehmen deshalb auf den Punkt genau. Bild: Vega

  • Gemeinsam mit dem Schwarzwälder Messtechnikunternehmen Vega hat Stockmeier Fluids die Idee einer effizienten IoT-Lösung für komplexe Routenpläne in die Tat umgesetzt.
  • Bei mehr Beladung sind insgesamt weniger Fahrten nötig.
  • Die vernetzten IT-Systeme des Logistikers verbinden die cloudbasierte Software über automatisierte Datenflüsse mit Systemen ihrer Kunden und dem Enterprise Resource Planning.

Termine, Durchlaufzeiten, Routenplanung, Rechnungen: Beim Stichwort Logistik sind die Disponenten oft schneller ausgelastet als die Fahrzeuge, die die Waren von A nach B bringen. Mit der webbasierten, automatischen Datenerfassung durch das Vega Inventory System hat sich Stockmeier Fluids das Logistik-Leben leichter gemacht. Seit 2008 setzt der Experte rund um Lösungen für den Stickoxid-Katalysator-Zusatz Adblue die digitale Transformation routiniert in die Praxis um. Das Projekt startete lange bevor Begriffe wie Industrie 4.0 oder IoT überhaupt dafür erfunden waren.

Bei Industrie 4.0 denkt der eine an Technologie, der andere an neue Geschäftsmodelle. Dem Kunden ist das gleich. Ihm geht es um die pünktliche Lieferung, um möglichst wenig Bestellaufwand und vor allem um kalkulierbare Preise. „Bei uns ist Industrie 4.0 deshalb kein Gedankengebäude“, resümiert Ralf Hannert, Produktmanager bei Stockmeier Fluids. Seine Suche nach besseren Prozessen begann er aus einem einzigen Grund: „Einfach, weil es nötig war.“

Bessere Auslastung, weniger Fahrten

Gemeinsam mit dem Schwarzwälder Messtechnikunternehmen Vega wurde die Idee einer effizienten IoT-­Lösung für komplexe Routenpläne in die Tat umgesetzt. Beide Unternehmen brachten dazu ihren Anteil an Expertise ein. Sie fügten Know-how aus zwei Blickrichtungen sinnvoll ineinander: Die Markt- und Logistikkenntnisse des einen trafen auf die technischen Konzepte und Erfahrungen in der praktischen Umsetzung des anderen.

Gesucht und gefunden wurde ein Weg, der den verschiedensten Adblue-Nutzern und -Weiterverkäufern ihre Bestell- und Liefervorgänge erleichtert. Letztlich zählt für alle Kunden, egal welcher Größe, dass nicht dauernd ein Tankwagen auf dem Hof steht“, berichtet Hannert. „Mit dem Inventory System erreichen wir genau das.“ Gleichzeitig freut er sich über Auftragszusammenführungen und spürbar bessere Auslastung. „Bei mehr Beladung sind insgesamt weniger Fahrten nötig. Das ist äußerst ressourcenschonend, denn wir sparen Kraftstoff und senken gleichzeitig unsere Kosten und CO2-Emissionen.“

Bereits 2008 fiel bei Stockmeier Fluids, das damals noch unter Kruse Automotive firmierte, der Startschuss für die grundlegende Automatisierung aller Lieferprozesse rund um Adblue. 13 Jahre später ist noch immer die gleiche Software im Einsatz: das Vega Inventory System. Durch eine Kombination aus Branchenkenntniss des Kunden und wichtigen Weiterentwicklungen des Messtechnik- und Softwareanbieters konnte ein digitaler Vorsprung erreicht werden. Das Ergebnis, Stand heute, ist eine Version des Inventory System, die perfekt auf den konkreten Anwendungsfall „Adblue“ abgestimmt ist.

Bei der Auftragsabwicklung ist der Adblue-Bestand über mehrere Standorte in der gesamten Lieferkette verstreut. Beteiligt sind Transportwege über LKW, Bahn und Schiff. Vermarktet wird die keinesfalls blaue, sondern durchsichtige und geruchsfreie Lösung auf Harnstoff-Basis international in den unterschiedlichsten Formaten. Angefangen bei Kanistern mit wenigen Litern, IBC-Containern bis hin zu loser Ware: vom Tankwagen direkt in die Pumpstation der Zapfsäulen. Adblue-­Abnehmer reichen von Tankstellenbetreibern über landwirtschaftliche Genossenschaften, Baustoff- oder Energieunternehmen bis hin zum einzelnen Landwirt.

Füllstandmesswerte intelligent genutzt

Inventory System
Drei zentrale Bausteine: Datenerfassung, Visualisierung und Lieferplanung durch das Inventory System sind die zentralen Elemente der erfolgreichen Adblue-Bestandsüberwachung. Bild: Vega

Die intelligent vernetzten IT-Systeme des Logistikers verbinden die cloudbasierte Software über automatisierte Datenflüsse mit Systemen ihrer Kunden und dem Enterprise Resource Planning. Das genaue Wissen um aktuelle Bestände beginnt und endet mit Sensoren, die die Füllstände der Behälter an den Lieferstandorten ermitteln. Diese Messwerte sammelt das Inventory System und bildet sie übersichtlich grafisch nach dem Ampelprinzip ab. Auf den ersten Blick wird beim Adblue-
Systemlösungsanbieter damit über das ERP-System ersichtlich, welche Mengen bei welchem Kunden noch vorrätig sind. Von dieser Bestandsvisualisierung profitieren alle Beteiligten: Der Anbieter erfüllt Kundenaufträge auf den Punkt genau, reduziert seine Lieferzeiten ebenso wie Fehlbestände. Nicht nur Fahrten werden effizienter, sondern auch Aufträge automatisch generiert und abgearbeitet. Gut auch für die Kunden, die ab sofort zuverlässiger und zum für sie optimalen Zeitpunkt beliefert werden.

Verbesserungsvorschläge hochwillkommen

Stockmeier und Vega treiben ihr gemeinsames Projekt weiterhin voran. Immer mehr Funktionalitäten weist die eingesetzte Software inzwischen auf, immer exakter ist sie auf die Bedürfnisse der Anwendung und der Branche zugeschnitten. Ralf Hannert begleitet das Projekt zusammen mit Timo Seckinger, der auf Seiten des Messtechnik-Spezialisten für den Rundum-Service zuständig ist. Die Zusammenarbeit läuft wohl auch deshalb reibungslos, weil beide die gleiche Wertschätzung für das Ergebnis teilen: Von der verlässlichen, unternehmensübergreifenden Steuerung und Optimierung der Warenflüsse profitieren schließlich beide Unternehmen.

Vorschläge und Ideen zur Verbesserung sind Seckinger hochwillkommen und werden nach Möglichkeit umgesetzt. Zuletzt konnte die Inventory-Software auf Anregung des Anwenders um einen „Turnus-Modus“ erweitert werden. Mit dieser Betriebsart wird der Kunde vorübergehend in festgelegten, regelmäßigen Intervallen beliefert. „Die passenden Abstände können wir recht akkurat mit der Historie bestimmen, die uns die Software mitliefert“, sagt Hannert. Er räumt ein, dass diese jedoch nicht genauso exakt seien. Immerhin ließen sich aber Reparaturzeiten beim Kunden „intelligent überbrücken, ohne wie früher immer wieder zum Telefon greifen und nachhaken zu müssen“.

Mit dem Inventory System plant der Adblue-Anbieter inzwischen seine gesamten internationalen Lieferziele. Wurde vor der Einführung noch jeder Kunde schnellstmöglich nach Bestelleingang angefahren, so sind die Lastzüge heute „sehr gut ausgelastet“. Mehr Kundenaufträge werden dank der übersichtlichen Darstellung des Inventory Systems intelligent zusammengeführt.

Zufriedenheit dank kluger Logistik

Der Adblue-Markt befindet sich im Wandel. So wie die flüssige Substanz inzwischen an Tankstellen und selbst in Discountern weit verbreitet ist, so eng sind die Margen, die sich damit verdienen lassen. Mit automatisierten Logistik-Prozessen ist die Kundenzufriedenheit gestiegen. Im Unternehmen ist man überzeugt, dass die effizientere Logistik entscheidend für den Unternehmenserfolg ist. „Die passenden Lieferprozesse für unsere heterogene Branche sind die Königsdisziplin“, unterstreicht Ralf Hannert. Warum das so ist? Ganz einfach: Kurze Durchlaufzeiten und geringe Bestände sind die Hebel für optimale Preise. Daneben ist es der gute Lieferservice, der die Kunden zu Stockmeier Fluids führt – und dort hält.

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