Produktbild des Automatisierungssystems Varitron 300 von Jumo. (Bild: Jumo)

Das vorgestellte "Einstiegsmodell" Varitron 300 ist der jüngste Zuwachs in der Serie von Jumo-Automatisierungssystemen. (Bild: Jumo)

„2021 war ein Jahr der Einschränkungen und auch in diesem Jahr haben wir in Bezug auf die Corona-Pandemie das Ende des Tunnels noch nicht erreicht“, fasste Geschäftsführer und Gesellschafter Bernhard Juchheim die Situation zusammen. „Die wichtigste Botschaft: Es gab zwar einige schwere Krankheitsverläufe, aber keinen Todesfall unter unseren rund 2.400 Mitarbeitenden.“ Das Unternehmen sei damit bisher insgesamt glimpflich durch die Krise gekommen.

Umsatzminus und Aufholjagd

Die Jahrespressekonferenz 2021 fand Corona-bedingt als Online-Event statt. Auch nach 18 Monaten sei die Pandemie immer noch das bestimmende Thema, betonte Juchheim. Im Vorjahr hatte das Unternehmen beschlossen, die Veranstaltung ausfallen zu lassen: Es habe die Sorge bestanden, das „Format nicht angemessen in die Online-Welt übertragen zu können“, erklärte der Geschäftsführer. Die Erfahrungen des vergangenen Jahres hätten aber mittlerweile gezeigt und bewiesen, dass sich „Nähe und Kontakt auch in virtuellen Welten schaffen lassen“.

Die wirtschaftlichen Konsequenzen fasste Geschäftsführer Dimitrios Charisiadis zusammen: „Wir haben 2020 mit einem Umsatzminus von rund 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr abgeschlossen. 2021 konnten wir zwar eine Aufholjagd mit überdurchschnittlichen Auftragseingangs- und Umsatzzahlen starten, umso mehr spüren wir aktuell die weltweite Materialknappheit.“ Charisiadis schrieb den vergleichsweise glimpflichen Weg des Unternehmens durch die Pandemie auch dem frühzeitig weltweit umgesetzten Hygienekonzept zu, dass dem Schutz der Mitarbeitenden die höchste Priorität zuschreibt. Auch eine Impf-Aktion im Betrieb sei bei der Belegschaft gut angekommen.

Bild der Jumo-Geschäftsführung, von links: Bernhard Juchheim (Geschäftsführer und Gesellschafter), Dimitrios Charisiadis (Geschäftsführer), Michael Juchheim (Geschäftsführer und Gesellschafter) (Bild: Jumo)
Die Jumo-Geschäftsführung blickt zuversichtlich in die Zukunft. Von links: Bernhard Juchheim (Geschäftsführer und Gesellschafter), Dimitrios Charisiadis (Geschäftsführer), Michael Juchheim (Geschäftsführer und Gesellschafter). (Bild: Jumo)

Darüber hinaus ging es dem Unternehmen darum, die Krise so wirtschaftlich wie möglich zu bestehen. Über die Jumo-Tochtergesellschaft in China sei man schon frühzeitig in Kontakt mit dem Coronavirus und notwendigen Gegenmaßnahmen gekommen, erklärte Charisiadis. Daher hatte das Unternehmen schon früh reagiert und einen Krisenstab eingerichtet. Der moderate Einsatz von Kurzarbeit habe die Einbußen gesenkt, so dass sich ein Personalabbau vermeiden ließ.

Sensoren für kritische Infrastrukturen

Als dritte Priorität nannte Charisiadis das Aufrechterhalten der Lieferfähigkeit des Unternehmens: „Da viele unserer Produkte in kritischen Infrastrukturen wie der Lebensmittelindustrie oder der Pharmabranche benötigt werden, haben wir aber gleichzeitig alles dafür getan, um unsere Lieferfähigkeit aufrecht zu erhalten.“ So kommen Jumo-Sensoren beispielsweise in Produktion und Logistik des Biontech-Impfstoffes zum Einsatz, um die Kühlkette zu überwachen.

Die Zukunftspläne von Jumo fasste Geschäftsführer und Gesellschafter Michael Juchheim zusammen: „Zum einen werden wir auf Basis eines ganz klaren Branchenfokus unser Portfolio mit neuen Messgrößen ergänzen und abrunden. Zum anderen wollen wir als Lösungsanbieter für die Automationsbranche die Digitalisierung unserer Kunden vorantreiben. Die dritte Wachstumssäule ist der Ausbau der Service- und Schulungsangebote für unsere Kunden.“ Ein Plus im Auftragseingang von 36 % gegenüber 2020, und plus 21 % gegenüber dem letzten "normalen" Jahr 2019 gibt Grund zum Optimismus. Als Vorbereitung auf zukünftiges Wachstum plant das Unternehmen beispielsweise bereits ein neues Logistikzentrum am Standort Eisweiher. Zu kämpfen hat Jumo jedoch genau wie die gesamte Industrie mit Schwierigkeiten in den Lieferketten, insbesondere bei elektronischen Bauteilen. Dennoch sei es bislang gelungen, alle Lieferversprechungen einzuhalten, betonte Geschäftsführer Charisiadis.

Der Blick in die Zukunft zeigt sich auch in einigen der vorgestellten Neuzugänge im Produktportfolio, mit denen der Sensorhersteller seine Angebote für Automatisierung und Digitalisierung erweitert. Dazu gehören unter anderem die browserbasierte Software Smartware Evaluation zur Datenauswertung, die mit integrierter Manipulationserkennung die Datensicherheit erhöht, sowie die besonders für OEMs und Anlagenbau konzipierte Durchflussmessgeräteserie Flowtrans, die auf berührungsloser Ultraschall-Messtechnik basiert und sich per Bluetooth oder IO-Link in Sensor-Netzwerke einbinden lässt.

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