Die Vorstandsvorsitzenden von RWE und BASF, Dr. Markus Krebber und Dr. Martin Brudermüller, bei der gemeinsamen Pressekonferenz.

Die Vorstandsvorsitzenden von RWE und BASF, Dr. Markus Krebber und Dr. Martin Brudermüller, bei der gemeinsamen Pressekonferenz. (Bild: BASF)

Das gemeinsame Projekt des Chemiekonzerns BASF und des Energielieferanten RWE heißt Offshore-to-X. Dafür will RWE einen Offshore-Windpark in der deutschen Nordsee entwickeln, bauen und betreiben. BASF soll eine Beteiligung daran erhalten. Über eine Netzanbindung zum Festland in Niedersachsen plant RWE den grünen Strom über das überregionale Übertragungsnetz zum BASF-Standort Ludwigshafen zu leiten. Der Energielieferant rechnet mit einer Kapazität von 2 GW mit der er 7.500 GWh/a grünen Strom erzeugen könnte. BASF will mit dem Strom am Standort Ludwigshafen bisher fossile Energieträger bei der Produktion von Basischemikalien ersetzen. Außerdem möchte der Chemiekonzern mit der erneuerbaren Energie grünen Wasserstoff erzeugen.

CO2 einsparen mit der Elektrifizierung von Prozessen

Die Versorgung mit erneuerbaren Energien allein reicht jedoch nicht. Für viele Prozesse muss BASF zunächst neue Technologien entwickeln, bevor sie dafür grünen Strom verwenden kann. Unter anderem arbeitet der Konzern bereits mit Partnern daran, einen elektrischen Steamcracker zu entwerfen. Diesen will er dann mit dem Strom von RWE betreiben und darin Petrochemikalien herstellen. Die beiden Partner gehen davon aus, dass sie mit ihrem Vorhaben 3,8 Mio. t/a CO2-Emissionen vermeiden können und davon bereits 2,8 Mio. t/a direkt bei BASF in Ludwigshafen. Weiterhin gaben sie bekannt, dass eine finanzielle Förderung durch die öffentliche Hand nicht nötig sei, um den Windpark zu bauen.

Die Politik muss mithelfen

Die Projektpartner sind jedoch trotzdem nicht ganz unabhängig von der Politik. Diese hat angekündigt, die erneuerbaren Energien deutlich ausbauen zu wollen und den Zubau überdies zu beschleunigen. Dafür müssten allerdings Flächen für Offshore-Projekte ausgeschrieben werden, deren Nutzung nach heutiger Planung erst nach 2030 vorgesehen ist. Die Unternehmen regen an, diese Flächen gezielt für Ausschreibungen zu nutzen, die die industrielle Transformation antreiben. Markus Krebber, CEO von RWE, fasst es so zusammen: „Eine Realisierung unseres Vorschlags wäre eine echte Beschleunigung des Ausbaus Erneuerbarer Energien. Natürlich sind noch einige Fragen offen, aber wir wollen das vorantreiben: je schneller, desto besser. So gestalten wir die Energiewende.“

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