Der Chemiekonzern Chemours will die Erzeugung von grünem Wasserstoff mit eigenen Protonenaustauschmembranen voranbringen. Bild: NJ - Fotolia

Der Chemiekonzern Chemours will die Erzeugung von grünem Wasserstoff mit eigenen Protonenaustauschmembranen voranbringen. Bild: NJ - Fotolia

Chemours ist vor allem als Anbieter von Titan- und Fluorprodukten bekannt und hat eigene Protonenaustauschmembranen (PEM) im Programmm. Letztere werden zur Produktion von grünem Wasserstoff durch die Elektrolyse von Wasser unter Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien genutzt. Wir sind überzeugt, dass grüner Wasserstoff eine wichtige Rolle in einer sauberen und umweltfreundlichen Energiezukunft spielen wird", sagte Dr. Randal King, Vice President of Technology, Advanced Performance Materials bei Chemours.

Was ist eine Protonen-Austausch-Membran?

Protonen-Austausch-Membranen sind halbdurchlässige (semipermeable) Membranen die Protonen durchlassen, während der Transport von Gasen wie Wasserstoff verhindert wird. PEM kommen sowohl bei der Wasserelektrolyse zur Produktion von Wasserstoff und Sauerstoff zum Einsatz, als auch in Brennstoffzellen. Sie werden aus Polymer- oder Kompositmembranen hergestellt. Die Membrane trennt Anode und Kathode elektrisch voneinander. Die Membran ist protonenleitend, d.h. die positiv geladenen Wasserstoff-Ionen (H+) können die Membran passieren.

Bei der Elektrolyse wird die Membran von Wasser umspült. Wird an die Membran elektrische Spannung angelegt, wandern Protonen durch die Membran: An der Kathode entsteht Wasserstoff, an der Anode Sauerstoff.

Die Elektroden sind mit einem Katalysator belegt, der die Aktivierungsenergie für die Aufspaltung der Wassermoleküle in Sauserstoff und Wasserstoff verringert.

Wofür steht die Abkürzung PEM?

PEM ist die englische Übersetzung für Protonen-Austausch-Membran (Proton Exchange Membrane). Häufig werden PEM auch als Polymerelektrolyt-Membranen bezeichnet.

  "Die Chemie von Chemours ist entscheidend für den Fortschritt bei der Dekarbonisierung der Welt. "Hydrogen Europe öffnet uns die Türen, um zusammenzuarbeiten und zu Lösungen beizutragen, die positive Auswirkungen auf die globale Gemeinschaft haben. Wir freuen uns darauf, Nafion PEMs einer breiteren Basis von Anwendungen zugänglich zu machen", so King.

Dem Verband Hydrogen Europe haben sich inzwischen über 200 Unternehmen angeschlossen. Die Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, die Wasserstoff- und Kraftstoffindustrie voranzubringen.

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