yara porsgrunn, Norwegen

Am Yara-Standort Porsgrunn in Norwegen soll eine Elektrolyseanlage zur Produktion von grünem Wasserstoff entstehen. (Bild: Yara)

Das Projekt ist Teil des Plans, Kohlendioxid-Emissionen aus der Düngemittelproduktion in Norwegen deutlich zu reduzieren. Das Projekt basiert auf der Wasserelektrolyse, bei der grüner Wasserstoff erzeugt wird (hier finden Sie einen CT-Beitrag zu den verschiedenen Wasserstoff-Farben). Yara plant, die auf Kohlenwasserstoffen basierende Wasserstoffproduktion in der Anlage in Porsgrunn teilweise zu ersetzen. Geplant ist der Einsatz der  Protonenaustauschmembran-Technologie (PEM). Linde errichtet derzeit im Chemiepark Leuna eine 24-MW-PEM-Elektrolyseanlage, die bereits in diesem Jahr in Betrieb gehen soll (siehe unsere Meldung zum Leuna-Projekt vom Januar 2021).

Die Anlage in Porsgrunn soll eine Jahreskapazität von etwa 10.000 kg Wasserstoff pro Tag haben. Sie wird Ethan als Rohstoff in der Produktion ersetzen und soll dadurch 41.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen pro Jahr einsparen, was der Menge entspricht, die von etwa 16.000 Personenkraftwagen ausgestoßen wird. Der Strom wird aus erneuerbaren Energiequellen stammen und genügend Wasserstoff liefern, um 20.500 Tonnen Ammoniak pro Jahr zu produzieren, die in 60.000 bis 80.000 Tonnen Gründünger umgewandelt werden können, was etwa dem Fünffachen der Jahresproduktion von lebensmitteltauglichem Weizen in Norwegen entspricht.Das Projekt ist der erste Schritt von Yara zur Dekarbonisierung der Ammoniakindustrie.

Erste grüne Ammoniak-Produkte ab Mitte 2023

"Das Projekt zielt darauf ab, bereits Mitte 2023 die ersten grünen Ammoniak-Produkte auf den Markt zu bringen, sowohl als fossilfreien Dünger, als auch als emissionsfreien Schiffskraftstoff. Grünes Ammoniak ist der Schlüssel zur Verringerung der Emissionen aus der weltweiten Nahrungsmittelproduktion und dem Transport über lange Strecken. Mit diesem Projekt setzen wir gemeinsam mit Linde Engineering und den lokalen Auftragnehmern unsere Absichten in die Tat um", sagt Magnus Ankarstrand, Präsident von Yara Clean Ammonia.

"Dieses Projekt unterstreicht die Marktführerschaft von Linde Engineering bei Elektrolyseprojekten. Angesichts der wachsenden Nachfrage der Düngemittelindustrie nach grünem Wasserstoff ist diese Anlage ein Schritt in Richtung einer weiteren Skalierung und Vergrößerung dieser Projekte weltweit", sagte John van der Velden, Senior Vice President Global Sales & Technology, Linde Engineering.

Neben Linde will auch Yara bei diesem Projekt mit einer Vielzahl von lokalen Zulieferern in der Region Grenland zusammenarbeiten.

Yara verstärkt seine Aktivitäten rund um grünes Ammoniak auch an anderer Stelle: Im Dezember hatte der Chemiekonzern mit der japanischen Sumitomo Chemical eine Absichtserklärung zur Lieferung von sauberem Ammoniak geschlossen. Was es mit grünem Ammoniak auf sich hat, erklären wir in diesem Beitrag.

Alle Infos rund um das Trendthema Wasserstoff in der Industrie finden Sie in unserer fortlaufend aktualisierten Tickermeldung.

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