Handschlag und Glühbirne mit Baum

(Bild: Elnur – AdobeStock)

  • Angesichts der aktuellen Lieferanten- und Materialsituation stehen Unternehmen noch mehr als gewohnt vor der Fragestellung, wie sie Lösungen für eine nachhaltige Energieversorgung erfolgreich realisieren können.
  • Diese Ausgangslage fällt oftmals zusammen mit begrenzten Ressourcen und wenig Erfahrungen mit neuen Technologien zur Energiebereitstellung und wird verstärkt durch die Problematik der regulatorischen Unsicherheit.
  • Um dennoch Lösungen zu identifizieren, ist es sinnvoll, frühzeitig Lieferanten sowie Energieversorger einzubeziehen und gemeinschaftlich Beschaffungsprozesse unter Berücksichtigung individueller Anforderungen zu erarbeiten.

Die derzeitigen äußeren Faktoren verstärken den Wunsch nach einer sicheren Energieversorgung erheblich, denn selten war der Energiemarkt so im Umbruch wie aktuell. Das Ziel der Dekarbonisierung steht gerade vor diesem Hintergrund außer Frage. Der Weg dahin bringt jedoch viele Herausforderungen mit sich. Hierbei nimmt die Sicherstellung der Versorgungssicherheit für Unternehmen einen noch höheren Stellenwert in den Überlegungen ein als bisher. Das zunehmende Interesse an grünen Dampf-, Wärme- und Stromlösungen jenseits der Nutzung von Erdgas ist von beiden Anforderungen gleichermaßen getragen – Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit.

Entsprechende Lösungen können für Industrieunternehmen nur individuell sein, um den Produktionsprozessen in ihren verschiedenen industriellen Anwendungen Rechnung zu tragen. Vielfach ist dazu eine Kombination von technologischen Optionen erforderlich, um Verfügbarkeit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit abdecken zu können.

Windräder und Industrieanlagen
Eine sichere und nachhaltige Energieversorgung sollten Hand in Hand gehen. (Bild: muratart – stock.adobe.com)

Aktueller denn je: Wie den eigenen Energiebedarf absichern?

Angesichts der aktuellen Lieferanten- und Materialsituation stehen Unternehmen noch mehr als gewohnt vor der Fragestellung, wie sie Lösungen für eine nachhaltige Energieversorgung erfolgreich realisieren können. Diese Ausgangslage fällt oftmals zusammen mit begrenzten Ressourcen und wenig Erfahrungen mit neuen Technologien zur Energiebereitstellung und wird verstärkt durch die Problematik der regulatorischen Unsicherheit. Um dennoch Lösungen zu identifizieren, ist es sinnvoll, frühzeitig Lieferanten sowie Energieversorger einzubeziehen und gemeinschaftlich Beschaffungsprozesse unter Berücksichtigung individueller Anforderungen zu erarbeiten.

Es liegt auf der Hand, dass die Energiewende, wenn sie auf Unternehmensebene erfolgreich sein soll, über kurzfristige Maßnahmen hinausgehen muss: Maßgeschneiderte Lösungen für Unternehmen und ihre industriellen Prozesse sind erforderlich. Diese zu finden, liegt mit der geschilderten, zunehmenden Komplexität immer weniger in der Kernkompetenz der Unternehmen. Vor diesem Hintergrund suchen Unternehmen aktiv nach Beratung und Unterstützung in der Lösungsentwicklung und -umsetzung. Hier können die Erfahrungen von Energieversorgern im Energiemarkt und ihre Expertise in der zuverlässigen Energiebereitstellung für Unternehmen von großem Nutzen sein. Sie helfen Unternehmen, die ihre Energiestrategie auf den Prüfstand stellen, ihren Dekarbonisierungspfad zu entwickeln und zu verfolgen. Auf Grundlage der Dekarbonisierungsambition, der Produktionsanforderungen und standortspezifischer Vorausetzungen werden verschiedene Optionen wie erneuerbare Energiequellen, Energiespeicher und ergänzende Technologien geprüft und bewertet. Denn bei der Strom-, Wärme- und Dampfversorgung bestimmen die jeweiligen Nachhaltigkeitsziele und die industrielle Anwendung den Spielraum für Technologien; so gibt es beispielsweise beim Hochtemperatur-Dampfbedarf noch begrenzte Brennstoffoptionen.

Biomethan stellt eine mögliche Alternative zu fossilen Energieträgern dar.
Biomethan stellt eine mögliche Alternative zu fossilen Energieträgern dar. (Bild: Jürgen Fälchle – AdobeStock)

Auf ihrem Weg zur Dekarbonisierung stehen Unternehmen als Ressourcen bzw. Anlagetechnik unter anderem Biomasse/-methan, Wärmepumpen sowie E-/Multifuel-Kessel zur Wahl. Dabei kann insbesondere durch Nutzung von grünem Dampf über die Energieversorgung hinaus die CO2-Bilanz optimiert werden. Der Einsatz von Wasserstoff für die industrielle Energieversorgung ist dagegen aktuell nur selten eine Option, könnte aber mittelfristig mehr zur Geltung kommen. Wesentlicher Treiber all dieser Erwägungen über verschiedene nachhaltige Brennstoffe und Technologien hinweg ist letztendlich jedoch die Versorgungssicherheit des Produktionsprozesses.

Regionaler Grünstrom als Option für Industrieunternehmen

Der Energieversorger Uniper arbeitet eng mit Industrieunternehmen zusammen, um sie bei der Dekarbonisierung und Diversifizierung ihres Energiebezugs zu unterstützen; dafür greift er auf sein großes Stromportfolio- und Beschaffungs-Know-how zurück.

Mit dem Bezug regionalen Grünstroms über ein Power Purchase Agreement (PPA) ergeben sich für Industrieunternehmen verschiedene Vorteile: (1) Die in der Regel mittel- bis langfristige Vertragslaufzeit sichert den Energiebezug verlässlich. (2) Der Einsatz von Grünstrom unterstützt signifikant die Dekarbonisierung des Unternehmens – ohne eigenes Risiko oder finanz- bzw. ressourcenbindende Investitionen. (3) Ein regionaler Bezug von Solarenergie unterstützt die Diversifizierung beim Bezug und steigert die wirtschaftliche Einbindung vor Ort.

Gemeinsames Vorgehen – Ansätze verbinden

Angesicht der vielen Optionen und der unterschiedlichen Bedürfnisse von Unternehmen ist es augenscheinlich, dass individuelle Fahrpläne erarbeitet werden müssen. Hier ist es sinnvoll, auf das Expertenwissen von Energieversorgern wie Uniper zurückzugreifen, denn selten sind im eigenen Unternehmen genügend Know-how und Ressourcen vorhanden. Wichtig ist der Aufbau einer Partnerschaft, die auf Transparenz und gegenseitiger Anerkennung beruht, denn es sind maßgeschneiderte, komplexe Lösungen gefragt. Alle Beteiligten müssen daher bereit sein, sich auf einen höheren Entwicklungsaufwand einzulassen und als Projektpartner eine Struktur aufzubauen, innerhalb derer offen und mit kurzen Eskalationspfaden über Entscheidungsanforderungen, Zeitpläne, Kosten sowie Risiken diskutiert werden kann.

Doch selbst mit der Unterstützung durch dieses Fachwissen bleibt die Frage der Finanzierung bestehen – denn die Energiewende erfordert neben Fachwissen und Geduld auch erhebliche Investitionen. Auch hier können Experten helfen, Fördermöglichkeiten zu identifizieren sowie gemeinsam mit der Industrie kohlenstoffarme oder kohlenstofffreie Energieversorgungslösungen zu implementieren und zu betreiben, um deren Energiebedarf klimafreundlich und sicher zu decken.

Ein Prozessbeispiel: Teamarbeit Dekarbonisierung

Für ein Industrieunternehmen hat Uniper eine detaillierte Planung erarbeitet, wie für einen Produktionsstandort mehr als 80 % der CO2-Emissionen durch die Einführung bzw. den Ausbau der Versorgung durch erneuerbare Energien und durch die Steigerung der Energieeffizienz eingespart werden können und gleichzeitig die Versorgungssicherheit gewährleistet werden kann.

Dafür wurde vom Projektteam, bestehend aus dem Energieversorger, weiteren externen Partnern und Mitarbeitern des Unternehmens, in einem ersten Schritt die Anlage analysiert, um den Prozessbedarf und die Energieflüsse zu verstehen. Auf dieser Basis erstellte das Team anschließend einen digitalen Zwilling der realen Anlage, um mit dessen Hilfe alternative Konfigurationen zu simulieren sowie mehrere Szenarien gründlich zu untersuchen. So konnten die besten Optionen zur Erreichung der Dekarbonisierungsziele ermittelt werden.

Im zweiten Schritt wurden diese im Rahmen einer Machbarkeitsstudie weiter unter die Lupe genommen, der beste Kompromiss zwischen ökologischer, wirtschaftlicher und technischer Machbarkeit ausgearbeitet und dieser in Richtung Umsetzung auf den Weg gebracht.

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