Grundstoffe wie Polypropylen und Ethylen

Chemie-Anlagenbauprojekte von Dezember 2025 & Januar 2026

Zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 haben Unternehmen hauptsächlich ihre Produktionskapazitäten von Grundstoffen erweitert – primär in Asien. Aber auch zwei Anlagenbau-Projekte in Deutschland sind in unserer Liste vertreten.

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Borealis-Standort Burghausen
Eines der zwei Projekte in Deutschland: eine geplante Produktionserweiterung von Polypropylen bei Borealis in Burghausen.

Das Ende eines Kalenderjahres wird meist dafür genutzt, Resümee zu ziehen und zu Beginn des neuen Kalenderjahres wird geschaut, was die kommenden 12 Monate bereithalten – das trifft sowohl auf Privatpersonen als auch die Industrie zu. Ende 2025 hat der VCI das Jahr Revue passieren lassen und war mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Und auch wenn der Branchendienst ICIS schätzt, dass die Chemieindustrie allmählich aus der Phase extremer Volatilität herauskommt, ist die entstehende Stabilität weniger Ergebnis einer klassischen Erholung als Ausdruck eines tiefgreifenden Strukturwandels. Diese Entwicklungen prägen stark, die diesjährigen Chemie-Tarifverhandlungen, wie die Verhandlungen Ende Januar 2026 auf regionaler Ebene gezeigt haben.

Einen eher positiven Ausblick auf 2026 geben die frisch geschlossenen Handelsabkommen zwischen der EU und mehreren südamerikanischen Staaten (Mercosur) sowie Indien. Von beiden erhoffen sich Unternehmen Kostenentlastungen unter anderem durch geringere Zollabgaben. In eine ähnliche Kerbe nur spezifischer für die Pharmaindustrie schlägt US-Präsident Donald Trump mit seiner „Most favored Nation“-Politik (MFN). Damit will die US-Regierung Pharmapreise an das Preisniveau anderer wohlhabender Länder annähern. Als Hebel wirken Importzölle, von denen kooperierende Hersteller ausgenommen werden können.