Neuansiedlungen, Düngemittelproduktion und chemisches Recycling
Chemie-Anlagenbauprojekte von März 2026
Es wird viel darüber debattiert, dass Europa als Industriestandort immer unattraktiver wird. Und doch sind auch im März wieder einige Chemie-Anlagenbauprojekte an den Start gegangen. Darunter Kunststoff-Recyclinganlagen und Kraftstoffproduktionen.
Siemens
Den März haben Politik und Wirtschaft damit verbracht, die Auswirkungen des Irankriegs und der damit zusammenhängenden Hormus-Blockade hochzurechnen und vorherzusagen. Zu welchem Schluss sie in Bezug auf die Meerenge und deren Einfluss auf die Chemieindustrie gekommen sind, lesen Sie hier. Was außerdem letzten Monat Einfluss auf die Chemieindustrie – wenn auch nur in Deutschland – genommen hat, sind die Tarifverhandlungen zwischen IGBCE und BAVC für die chemisch-pharmazeutische Industrie. Die Parteien haben in der dritten Verhandlungsrunde eine Einigung erzielt.
Teil des Chemie-Tarifabschlusses ist es, dass in diesem und im kommenden Jahr jeweils 300 Euro pro Tarifbeschäftigten für Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung zur Verfügung stehen. Über die Laufzeit des Tarifvertrags bis Mai 2028 stellt die Branche insgesamt mehr als 350 Mio. Euro für Investitionen in den Erhalt und die Weiterentwicklung von gefährdeten Arbeitsplätzen zur Verfügung, was in der aktuellen Lage auch nötig ist. So gibt es in Zukunft vielleicht mehr positive Nachrichten, wie die des Domo-Chemiewerks in Leuna, das am 25.12.2026 den Insolvenzantrag gestellt hatte und dessen Betrieb Ende März von einer Auffanggesellschaft übernommen wurde, die der Standortbetreiber Infraleuna und der Kunststoff-Hersteller Leuna-Harze gegründet haben.