Chemie Technik Markt

Markt

Rund 2.000 Unternehmen und über 400.000 Mitarbeiter prägen die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland. Alle Nachrichten und Geschehnisse rund um die Prozessindustrie finden Sie in dieser Rubrik.

10. Apr. 2024 | 15:18 Uhr
Ablehnung
Vor dem Start der Tarifverhandlungen

Chemie-Arbeitgeber lehnen Gewerkschaftsforderung ab

Der Chemie-Arbeitgeberverband BAVC hat der Forderung der Gewerkschaft nach 7 % mehr Lohn deutlich zurückgewiesen. Die Forderung der IGBCE sei „weder krisengerecht noch finanzierbar“. Für eine Forderung zeigen sich die Arbeitgeber jedoch offen.Weiterlesen...

10. Apr. 2024 | 14:38 Uhr
Streik
Tarifverhandlungen 2024

Chemie-Gewerkschaft IGBCE fordert 7 % mehr Lohn

Die Chemiegewerkschaft IGBCE hat ihre Positionen für die anstehenden Tarifverhandlungen in der chemisch-pharmazeutischen Industrie beschlossen. Zentrale Forderung ist ein deutliches Plus bei den Entgelten der fast 600.000 Beschäftigten.Weiterlesen...

10. Apr. 2024 | 09:35 Uhr
Ansicht neuer Forschungskomplex von Budenheim
25-Millionen-Euro-Projekt am Rhein

Budenheim investiert in neuen Forschungskomplex

Das Chemieunternehmen Budenheim baut seinen Haupt-Produktionsstandort in der gleichnamigen Gemeinde aus. Für 25 Mio. Euro sollen unter anderem neue Flächen für die Forschung und Entwicklung von Flammschutzmitteln und Pharma-Hilfsstoffen entstehen.Weiterlesen...

09. Apr. 2024 | 09:26 Uhr
Diagram abstieg Pfeil Statistik verlust blau 2
Arbeitgeber positionieren sich für „Krisen-Tarifrunde“

Umfrage des BAVC sieht „keine schnelle Erholung“

Die Konjunkturumfrage des Chemie-Arbeitgeberverbands BAVC unter 400 Chemie- und Pharmabetrieben ist weitgehend negativ ausgefallen. Mit den Ergebnissen positioniert sich der Verband auch für die anstehenden Tarifverhandlungen.Weiterlesen...

09. Apr. 2024 | 10:41 Uhr
Thyssenkrupp Uhde und Genesis Fertilizers haben einen Vertrag für ein Pre-Feed unterzeichnet, um das Konzept für einen integrierten Düngemittelkomplex im kanadischen Belle Plaine zu erarbeiten. Dieser soll unter anderem Ammoniak, Urea und Salpetersäure produzieren. Die Anlage soll für die Produktion von 1.500 mtpd Ammoniak, 2.600 mtpd Urea/UAS-Granulierung, Salpetersäure, UAN sowie die Möglichkeit zur Produktion von Diesel Exhaust Fluid ausgelegt werden. Als Bestandteil der Pre-Feed-Vereinbarung will Thyssenkrupp Uhde Engineering-Lösungen bereitstellen, wobei der Schwerpunkt auf der Minimierung der Anlagenemissionen liegen soll. So sollen zum Beispiel durch Envinox-Technologie die Stickoxide aus der Salpetersäureherstellung nahezu vollständig beseitigt werden. Außerdem sollen bei der Konzeption der Anlage die mögliche Nutzung von grünem Wasserstoff und Strom aus erneuerbaren Energiequellen berücksichtigt werden.
Pre-Feed-Vertrag mit Genesis Fertilizers

Thyssenkrupp Uhde will Düngemittelkomplex in Kanada bauen

Thyssenkrupp Uhde und Genesis Fertilizers haben einen Vertrag für ein Pre-Feed unterzeichnet, um das Konzept für einen integrierten Düngemittelkomplex im kanadischen Belle Plaine zu erarbeiten. Dieser soll unter anderem Ammoniak, Urea und Salpetersäure produzieren.Weiterlesen...

05. Apr. 2024 | 13:15 Uhr
Zum 1. April 2024 hat Ineos petrochemische Anlagen von Total Energies im südfranzösischen Lavéra, rund 50 km westlich von Marseille gelegen, erworben. Die Übernahme umfasst unter anderem ein Aromaten- und ein Polypropylengeschäft sowie den größten Steamcracker Europas und weitere Infrastrukturanlagen. Konkret ging es bei der Transaktion um die Gemeinschaftsunternehmen Naphtachimie, das vor Ort einen Steamcracker mit einer Jahreskapazität von 720.000 t betreibt, sowie Appryl mit dem Polypropylengeschäft (300.000 t jährlich) und Gexaro mit dem Aromatengeschäft (270.000 t jährlich). Auch das Joint Venture 3TC und seinen Naphthaspeicher vor Ort hat Ineos vollständig übernommen. Die Akquise umfasst zudem die südlichen Abschnitte des Ethylen-Pipelinenetzes von Total Energies, die von Lavéra in die Region Lyon führen. Ineos beabsichtigt, die petrochemischen Geschäftsbereiche, Vermögenswerte und Infrastrukturen von Naphthachimie, Appryl und Gexaro vollständig in den Geschäftsbereich Ineos Olefins & Polymers South in Lavéra zu integrieren. Gexaro befindet sich auf dem Gelände der Raffinerie Lavéra und wird weiterhin von Petroineos betrieben. Xavi Cros, CEO von Ineos Olefins & Polymers South, sieht in der Übernahme eine Stärkung des französischen und südeuropäischen Geschäfts des Konzerns sowie eine Verbesserung seiner Wettbewerbsfähigkeit.
Übernahme in Südfrankreich

Ineos erwirbt petrochemische Anlagen von Total Energies

Zum 1. April 2024 hat Ineos petrochemische Anlagen von Total Energies im südfranzösischen Lavéra erworben. Die Übernahme umfasst unter anderem ein Aromaten- und ein Polypropylengeschäft sowie den größten Steamcracker Europas und weitere Infrastrukturanlagen.Weiterlesen...

03. Apr. 2024 | 10:17 Uhr
Anfang April 2024 will Leschaco im niederländischen Moerdijk ein Chemielogistikzentrum eröffnen. Die über multimodale Verkehrsanbindungen verfügende Anlage liegt zwischen den Hochseehäfen Rotterdam und Antwerpen sowie in der Nähe von Rhein und Maas. Auf einer Fläche von 29.000 qm2 bietet das Lager in fünf Abschnitten Platz für rund 45.000 Paletten. Vier Abschnitte sind mit CO2-Löschanlagen für die Lagerung von Gefahrgut ausgestattet, während im fünften Abschnitt ESFR-Sprinkler für Stückgut verbaut wurden. „Wir freuen uns, mit der Eröffnung unseres neuesten Gefahrgutlagers die Präsenz von Leschaco in der Kontraktlogistik weiter auszubauen“, kommentiert Constantin Conrad, CEO von Leschaco. Die Anlage ist mit Sonnenkollektoren auf dem Dach ausgestattet, die einen Teil des Strombedarfs decken. Zudem verfügt sie dem Unternehmen zufolge über eine elektrische Fußbodenheizung, LED-Beleuchtung und die höchsten Gebäudestandards für die Isolierung. Die Nähe zum Hafen von Moerdijk soll Transportmöglichkeiten mit Binnenschiff und Bahn ermöglichen, zusätzlich gibt es Ladestationen für Elektrofahrzeuge. „Dieses strategisch günstig gelegene Lager ermöglicht es uns, unsere globalen Kunden in verschiedenen Industriezweigen wie der Chemie-, Gesundheits-, Automobil-, Industriematerial- und Konsumgüterbranche individuell zu unterstützen“, so Sebastian Haebler, Head of Global Contract Logistics bei Leschaco.
Niederlande: Logistikzentrum in Hafennähe

Leschaco kündigt Eröffnung eines Chemielagers an

Anfang April 2024 will Leschaco im niederländischen Moerdijk ein Chemielogistikzentrum eröffnen. Die über multimodale Verkehrsanbindungen verfügende Anlage liegt zwischen den Hochseehäfen Rotterdam und Antwerpen sowie in der Nähe von Rhein und Maas.Weiterlesen...

02. Apr. 2024 | 15:16 Uhr
Das Verbundprojekt Heattransplan der Uni Paderborn, bei dem zur Entwicklung von Abwärmenutzung geforscht wird, erhält in den kommenden drei Jahren 2,21 Mio. Euro Fördergeld vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Bei Heattransplan handelt es sich um ein Anfang 2024 ins Leben gerufenes, interdisziplinäres Forschungsprojekt, an dem Wissenschaftler des Paderborner Kompetenzzentrums für Nachhaltige Energietechnik (KET) und des Software Innovation Campus Paderborn (SICP) gemeinsam mit Unternehmen arbeiten. Ziel des Projekts ist es, Industrieunternehmen auf dem Weg zur klimaneutralen Prozesswärme zu unterstützen. An dem Projekt beteiligt sind die Unternehmen Limón, Axiotherm, König Metall, Optano, Sustainable Process Heat und Innozent. Daneben begleiten der Bundesverband Wärmepumpe e.V., die Landesgesellschaft Nrw.energy4climate und die Food-Processing Initiative e.V. Heattransplan als Transferplattformen. „Die Transformation der industriellen Wärmeversorgung kann nur durch eine ganzheitliche Betrachtung gelingen. Kenntnisse über die spezifischen Prozessanforderungen einerseits und Methoden zur Identifikation von Maßnahmen zur Abwärmenutzung andererseits bilden die Grundlage für zielgerichtete Lösungsansätze“, erklärt Dr. Florian Schlosser, wissenschaftlicher Leiter des Projekts und Mitglied des Vorstands im KET der Uni Paderborn. „Dafür sind interdisziplinäre Teams notwendig, die die Produktionsprozesse verstehen, und darauf aufbauend Wärmepumpen und Speicher maßgeschneidert auslegen können“, so Schlosser weiter. Die Projektbeteiligten plädieren für einen ganzheitlichen Ansatz zur Erfassung und Bewertung des Wärme- und Kältebedarfs sowie zur Identifizierung und Priorisierung von Wärmerückgewinnungsmaßnahmen. Darüber hinaus sei die technologische Weiterentwicklung von Wärmepumpen- und Speichermodulen für eine unterbrechungsfreie Versorgung mit Prozesswärme über 100 °C erforderlich. „Obwohl wir die Potenziale von Wärmepumpen zur Nutzung von Abwärme erkennen, hat die Gewährleistung unserer Versorgungssicherheit und Produktqualität für uns oberste Priorität“, gibt Henning Hanisch, Senior Process Technology Manager von Eckes-Granini, einem assoziierten Projektpartner, zu Bedenken. Das erste Projektziel zur Erhöhung der Versorgungssicherheit ist die Entwicklung und Erprobung eines Hochtemperatur-Phasenwechselspeichers. Ein weiteres ist die Entwicklung und Erprobung eines digitalen Systems zur Entscheidungsunterstützung, das auf Basis von Energie- und Produktionsdaten mithilfe von maschinellen Lernverfahren den Energiebedarf identifiziert und einen optimalen Wärmenutzungspfad ermittelt. „Gerade im Prozesswärmebereich über 100 °C sind die Rahmenbedingungen komplex. Unser Projekt zielt daher darauf ab, durch ein ganzheitliches, digitales Werkzeug eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen“, so der Limón-Geschäftsführer Prof. Dr. Mark Junge.
Förderung durch Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Uni Paderborn mit Projekt zur Entwicklung von Abwärmenutzung

Das Verbundprojekt Heattransplan der Uni Paderborn, bei dem zur Entwicklung von Abwärmenutzung geforscht wird, erhält in den kommenden drei Jahren 2,21 Mio. Euro Fördergeld vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).Weiterlesen...

28. Mär. 2024 | 15:52 Uhr
Am Standort Wesel will Byk auf 5.100 Quadratmetern einen Gebäudekomplex errichten. Dieser soll unter anderem End Use- und Anwendungslabore sowie Seminar- und Veranstaltungsräume für Kundenbesuche enthalten. Die Baukosten belaufen sich auf 25 Mio. Euro. Laut Division President Byk Additives Dr. Jörg Hinnerwisch bietet der Komplex, dem ein altes Laborgebäude weicht, Platz für Entwicklung und Zusammenarbeit mit Kunden und Distributoren sowie mehr Möglichkeiten für Vor-Ort-Seminare. Heizung und Kühlung sollen vollständig aus Wärmepumpen und Photovoltaik-Anlagen gespeist werden. „Wir wollen das neue Gebäude mit Blick auf Nachhaltigkeit, Zukunftssicherung und Ökologie – wie auch weitere Labor-Gebäudekomplexe in der Nähe – zukunftssicher mit Wärmerückgewinnung ausstatten“, so Hinnerwisch weiter. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2028 geplant. Byk betreibt bereits Produktionsstätten in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Sachsen-Anhalt sowie in den Niederlanden, USA, Großbritannien und China.
Neubau auf 5.100 Quadratmetern

Byk plant Labor- und Seminar-Komplex in Wesel

Am Standort Wesel will Byk auf 5.100 Quadratmetern einen Gebäudekomplex errichten. Dieser soll unter anderem End Use- und Anwendungslabore sowie Seminar- und Veranstaltungsräume für Kundenbesuche enthalten. Die Baukosten belaufen sich auf 25 Mio. Euro.Weiterlesen...

28. Mär. 2024 | 13:14 Uhr
Northvolt hat nahe Heide im Landkreis Dithmarschen den Grundstein für seine Batteriezell-Fabrik Northvolt Drei gelegt. An den Feierlichkeiten zum Baubeginn nahmen unter anderem folgende Personenteil: der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther, Botschafterin von Schweden in Deutschland Veronika Wand-Danielsson, Bundeskanzler Olaf Scholz, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck, Northvolt-CEO Peter Carlsson und Northvolt Drei-CEO Christofer. Northvolt will die 15 km von der Nordseeküste entfernte Fabrik mit Windkraft betreiben. Dadurch will das schwedische Unternehmen eine möglichst umweltfreundliche Massenproduktion von Batterien für den Automobil-, Industrie- und Energiesektor etablieren. Northvolt Drei soll etwa 3.000 Mitarbeiter beschäftigen und ab 2026 eine maximale Produktionskapazität von 60 GWh im Jahr aufweisen. Scholz hebt die Bedeutung der kommenden Fabrik für die heimische E-Automobilindustrie hervor: „Die Produktion guter Autos jenseits des Verbrennungsmotors bildet weiterhin das Rückgrat unseres Industriesektors. Dafür benötigen wir Batteriezellen, die in Deutschland, in Europa hergestellt werden." Laut Northvolt ergab eine kürzlich durchgeführte Umfrage, dass 80 % der lokalen Bevölkerung das Projekt befürworten. Dirk Burmeister, Vorstand der Entwicklungsagentur Region Heide, rechnet in den nächsten 15 Jahren mit bis zu 15.000 neuen Einwohnern im Zuge der Batteriezell-Fabrik.
Batteriezell-Fabrik: Kanzler bei Grundsteinlegung

Northvolt beginnt mit dem Bau von Northvolt Drei

Northvolt hat nahe Heide im Landkreis Dithmarschen den Grundstein für seine Batteriezell-Fabrik Northvolt Drei gelegt. An den Feierlichkeiten anlässlich des Baubeginns nahmen unter anderem Bundeskanzler Olaf Scholz und sein Stellvertreter Robert Habeck teil.Weiterlesen...