Hand mit Schmetterlingsnetz fängt symbolisch CO2 ein

(Bild: Dmitry Kovalchuk – Adobe Stock)

Um kurzfristig die Netto-Emissionen zu senken kann es effektiv sein, entstehendes CO2 aufzufangen und so am Eintritt in die Atmosphäre zu hindern. Dadurch sinken zwar die tatsächlichen Emissionen nicht, aber der klimaschädliche Einfluss des Treibhausgases bleibt (vorerst) aus – so die Theorie. Wie die Bezeichnung „Capture and Storage“ bereits beschreibt, besteht das Verfahren aus zwei wesentlichen Schritten: Einfangen, beziehungsweise Abscheiden des CO2, und anschließend sicheres Einlagern. Eine wachsende Zahl an Forschungs- und Engineering-Projekten weltweit befasst sich mit den einzelnen Schritten oder mit dem gesamten Prozess. Wir liefern Ihnen den Überblick.

Neste erhält EU-Förderung für CCS-Projekt in Finnland

Bioraffinerie des Kraftstoff-Herstellers Neste
(Bild: Neste)

19.11.21: Der finnische Öl- und Kraftstoffkonzern Neste wird aus dem EU Innovation Fund 88 Millionen Euro für ein geplantes CCS-Projekt im finnischen Porvoo erhalten. Dadurch soll die dortige Raffinerie dekarbonisiert werden.

Exxonmobil will größte CCS-Anlage der Welt weiter vergrößern

25.10.21: Der US-Energiekonzern Exxonmobil will in Wyoming eine Anlage zur Kohlendioxid-Abscheidung und -Speicherung (CCS) weiter ausbauen. Künftig sollen zusätzlich zu bisher 6-7 Mio. Tonnen pro Jahr weitere 1 Mio. Tonnen abgeschieden werden. In das Projekt will Exxonmobil rund 400 Mio. US-Dollar investieren. Nach eigenen Angaben wird in der Anlage bereits mehr CO2 abgeschieden als in jeder anderen Anlage weltweit. Weitere Projektdetails finden Sie in dieser Meldung.

Air Products will in USA weltgrößte Wasserstoffanlage mit CCS-Technologie bauen

18.10.21: Der amerikanische Industriegas-Hersteller Air Products will die größte Anlage zur Produktion von "blauem" Wasserstoff der Welt bauen. Per CCS-Technologie sollen jährlich über 5 Mio. Tonnen Kohlendioxid abgeschieden und gespeichert werden. Der 4,5 Mrd. US-Dollar teure Produktionskomplex soll ab 2026 täglich mehr als 21 Mio. Kubikmeter Wasserstoff produzieren und über das Konzern-eigene Wasserstoff-Pipelinenetz in der US-Golfregion an rund 25 Abnehmer in Louisiana und Texas verteilen. Hier finden Sie weitere Details zu den Projektplänen von Air Products.

Ineos will 1,2 Mrd. Euro in Dekarbonisierung von schottischem Standort investieren

14.10.21: Der britische Petrochemie-Konzern Ineos will bis 2045 am Standort Grangemouth 1 Mrd. Pfund investieren. Schwerpunkt bilden dabei Maßnahmen zur Dekarbonisierung. Bis 2030 will das Unternehmen über 60 % der dortigen Emissionen einsparen, bis 2045 soll das Netto-Null-Emissionsziel im Hinblick auf das Treibhausgas Kohlendioxid erreicht werden. Was das Projekt names Acorn am Standort Grangemouth beinhaltet, lesen Sie in dieser Nachricht.

Shell will BASF-Technologie zur Abscheidung von Kohlendioxid nutzen

30.09.21: Im Zuge der Dekarbonsierungsbemühungen will der Energiekonzern Shell künftig eine Adsorptionstechnologie des Chemiekonzerns BASF nutzen. Das "Sorbead" genannte Verfahren soll Teil des Shell-Portfolios für Carbon Capturing and Storage werden. Mit der Adsorptionstechnologieauf Basis von säurebeständigem Aluminosilikat-Gelmaterial wird CO2-Gas zu dehydriert, nachdem es durch Shells Technologien zur Kohlenstoffabscheidung, wie Adip Ultra oder Cansolv, abgeschieden wurde. Details der CCS-Kooperation zwischen BASF und Shell finden Sie in der vollständigen Meldung.

Heidelbergcement startet CCS-Projekt in Osteuropa

27.09.21: Der Zementhersteller Heidelbergcement testet in Polen eine neue Technologie zur Abscheidung von Kohlendioxid. Der Test im Werk in Górażdże soll wichtige Erkenntnisse zur enzymbasierten Abscheidung bringen. Das Projekt Accsess wurde offiziell durch den Koordinator Sintef Energi AS aus Norwegen vorgestellt. Ein Konsortium aus 18 Industriepartnern und Forschungseinrichtungen arbeitet in mehreren Projekten zusammen, um die Einführung von CCUS zu beschleunigen und CO2-Emittenten vom europäischen Festland mit Speicherfeldern in Nordeuropa zu verbinden. In dieser Nachricht finden Sie weitere Informationen zum Projekt Accsess.

Mitsubishi und Shell wollen in Kanada blauen Wasserstoff produzieren

14.09.21: Der japanische Mischkonzern Mitsubishi und der niederländische Energiekonzern Shell haben eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei Wasserstoffprojekten in Kanada unterzeichnet. In der Nähe von Edmonton, Kanada, soll eine Anlage zur emissionsarmen Produktion von Wasserstoff mit Einsatz von Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) entstehen. Mitsubishi will die Anlage in der Nähe des Shell Energy and Chemicals Park Scotford in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts bauen und in Betrieb nehmen. Hintergründe zur geplanten Kooperation finden Sie in der Projektmeldung.

Bilfinger übernimmt Engineering für CO2-Speicher-Projekt

07.09.21: Der Industriedienstleister Bilfinger übernimmt verschiedene Engineering-Leistungen für das Porthos-Projekt im Hafen von Rotterdam. Porthos steht für „Port of Rotterdam CO2 Transport Hub and Offshore Storage“. Das Projekt gilt als eines der weltweit größten Vorhaben zur Abscheidung und Speicherung von CO2 aus der Industrie. Die niederländische Klimavereinbarung sieht vor, dass die Hälfte der angestrebten CO2-Reduzierung der Industrie bis 2030 durch CCS erreicht werden soll. Weitere Details in der zugehörigen Nachricht.

Technip liefert Verladearme für CCS-Projekt Northern Lights

06.09.21: Der französische Anlagenbauer Technip Energies wird die weltweit ersten Schiffs-Verladearme für flüssiges Kohlendioxid an Aker Solutions liefern. Der Auftrag ist Teil des Northern Lights Carbon Capture Projekts in Norwegen. Das Projekt Northern Lights ist die Transport- und Speicherkomponente von Longship, dem Projekt der norwegischen Regierung zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid in großem Maßstab. Hier finden Sie Details zum Projekt und zum Auftrag an Technip.

Greensand-Projekt zur Kohlenstoff-Speicherung in der Nordsee soll 2021 starten

24.08.21: Ein Konsortium um Ineos Energy und Wintershall Dea will die Speicherung von CO2 in der dänischen Nordsee unterstützen. Die Partner hoffen noch 2021 mit der Arbeit für das sogenannte Greensand-Pilotprojekt beginnen zu können. Das Konsortium will zunächst einen Zuschussantrag beim dänischen Energy Technology Development and Demonstration Program einreichen. Ist der Antrag erfolgreich, planen die Mitglieder nach dem Beginn der Arbeiten Ende 2021, das Pilotprojekt zur Offshore-Injektion von CO2 bis Ende 2022 durchzuführen. Details zu dem Vorhaben in der dänischen Nordsee lesen Sie hier.

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